Eine ungewöhnliche Begegnung in Kolumbien ist mir in Erinnerung. Ich hatte ein Date mit einer 40-jährigen Frau vereinbart – doch kurz vor dem Treffen in einem Park, teilte sie mir mit, dass auch ihre Freundin dabei sein würde. Plötzlich stand ich vor der Aussicht, mit zwei Frauen auszugehen. Das war mir dann doch zu spontan, also sagte ich das Essen ab. Doch ein Drink zu dritt im Parkcafé klang nach einem guten Kompromiss.
Die ersten Minuten des Dates waren chaotisch: Die beiden unterhielten sich in rasendem Spanisch, warfen mir zwischendurch Fragen zu, und ich verstand kaum ein Wort. Nach einer halben Stunde verschwand die Freundin dann doch – und wir waren zu zweit. Wir sprachen über die Stadt, über Kinder, über das Leben. Es war angenehm, fast normal. Bis sie mir plötzlich Kokain anbot.
Verwirrt lehnte ich ab. Sie zuckte nur mit den Schultern und erklärte mir, sie finde immer einen Mann – aber es müsse sich auch für sie lohnen. Ich verstand. Das Date endete ohne weitere Transaktionen, mit freundlichen Abschiedsfloskeln und dem Versprechen, in Kontakt zu bleiben. Doch wie so oft in solchen Momenten: Ich habe nie wieder von ihr gehört. Es war ein kurzes, Intermezzo im Leben einer kolumbianischen Frau.
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